Kennzeichnung von GFK-Bauteilen

Individuelle Kennzeichnung von GFK-Bauteilen

Typenschilder für Bauteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff

Ein Unternehmen suchte für die Kennzeichnung von Bauteilen aus glasfaserverstärktem Kunststoff ein Druckmedium, das im Rahmen des Herstellungsprozesses als Typenschild verarbeitet werden kann. Lesen Sie hier, welche Druckmedien aus dem Sortiment dafür eingesetzt werden können. Ein Beratungsgespräch.


Jessica Baumann: Guten Tag Herr Bergmann, wir fertigen Teile aus GFK. Ein Kunde, der unterschiedliche Bauteile erhält, die ähnlich aussehen, aber nicht gleich sind, hat gefragt, ob wir die Teile mit einer Art von Typenschild versehen können. Lösungen mit aufklebbaren Etiketten haben wir verworfen. Gibt es in Ihrem Sortiment ein Material mit den Eigenschaften von Glasfasermatten, das man bedrucken kann?

Reinhard Bergmann: Mir fallen zwei Druckmedien aus unserem Sortiment ein, die für diesen Zweck geeignet sein könnten. Die sind das cuturon® soft und unser vellus soft. Beide Materialien sind Vliesstoffe, die aus einer Mischung von Synthese- und Zellstofffasern hergestellt werden.

J.B.: Vliesstoffe, das hört sich gut an. Wie verhalten sich die Materialien, wenn sie mit Epoxidharz getränkt werden?

R.B.: Beide Sorten sind sehr offenporig und luftdurchlässig, das heißt, dass das Epoxidharz in das Material eindringen kann. Beide Sorten sind gegen viele Lösungsmittel resistent. Was das in der bei der Verarbeitung von glasfaserverstärktem Kunststoff bedeutet, kann ich Ihnen allerdings nicht sagen.

J.B.: Können Sie sagen, ob sich das bei der Festigkeit des Bauteils negativ bemerkbar machen würde?

R.B.: Ich denke, dass ein Typenschild auf die äußere Schicht aufgebracht wird, damit es lesbar bleibt. Ich glaube nicht, dass dadurch die Festigkeit der Bauteile beeinträchtigt wird. Das müsste man aber prüfen. Eine zuverlässige Auskunft kann ich darüber nicht geben. Das muss mann testen.

J.B.: Wie lassen sich diese Vliesstoffe bedrucken, braucht man spezielle Drucker?

R.B.: Nein, cuturon® soft und vellus soft können Sie mit Laserdruckern bedrucken. cuturon® soft ist mit 115 g/m² leichter als vellus soft, das 170 g/m² schwer ist. vellus soft fühlt sich wie ein dünner Filz an. Da das Material textilartige Struktur hat und nicht so steif wie Papier ist, empfehlen wir Drucktests mit verschiedenen Druckereinstellung. Jeder Drucker verarbeitet so spezielle Druckmedien anders.

J.B.: Können Sie uns Muster zusenden, damit wir das testen können. Die Kosten übernehmen wir.

R.B.: Ja, Muster sende ich Ihnen gern zu.

Kurzer Zeit später bestellte das Unternehmen vellus soft. Auf Nachfrage teilte Frau Baumann mit, dass die Tests erfolgreich verlaufen sind und man einen Teil der Bauteile mit einem Typenschild aus vellus soft versieht.

weitere Informationen

cuturon® soft im Shop
vellus soft im Shop


Die Beratungsgespräche werden aus dem Gedächtnis notiert. Die Namen sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung wäre reiner Zufall.

Alle Informationen auf dieser Seite sind allgemeine Handlungshilfen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Eignung für einen konkreten Verwendungszweck und die Möglichkeit zur Verarbeitung mit Ihren Geräten müssen Sie eigenverantwortlich prüfen. Für Schäden, die nicht auf fehlerhafte Produkte zurückzuführen sind, übernehmen wir keine Haftung. Änderungen des Produktdesigns in Folge technischer Änderungen und Weiterentwicklung der Produkte erfolgen ohne vorherige Ankündigung.

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